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Ars Urbana - Kunst für die Stadt - 1952 – 2008

Kommentar zum Buch:

Schon Anfang der 50er Jahre entstanden erste Arbeiten für den öffentlichen Raum, in dem ganz andere Bedingungen für Kunst gegeben sind als es in Galerien und Museen der Fall ist.

Bis heute entstanden über hundert Werke: monumentale Skulpturen, großformatige Malerei, Mosaike, Metall-Reliefs, lichtkinetische Werke. Es existieren Gesamtgestaltungen von Innenräumen im profanen und im kirchlichen Bereich.
Häufig sind die Gestaltungen von Plätzen begleitet von den Elementen Licht und/oder Wasser.

Großdimensionierte und komplexe Projekte sind kreative Herausforderungen für den  Künstler.
So entstand zum Beispiel die höchste Skulptur Europas mit 42 Metern Höhe in Stuttgart für die Hauptverwaltung von Daimler-Chrysler, der Jürgen-Ponto-Platz in Frankfurt und die
Kapelle im ehemaligen Erzbischöflichen Collegium Marianum in Neuss.

Besonderes Interesse verdienen seine Licht-Wasser und Naturstein-Ensembles, die belebten Plätzen einen Mittelpunkt geben und bei der Bevölkerung hohe Akzeptanz gefunden haben.

Dass das Thema „Kunst am Bau“ skeptisch oder gar ablehnend reflektiert wird verdanken wir den misslungenen Beiträgen zur geforderten Integration von Architektur und Kunst. Im Buch stellt sich Heinz Mack mit theoretischen Reflexionen diesem kontroversen Thema.

Kunst im öffentlichen Raum kann nur dort gelingen, wo der Künstler die städtebaulichen und architektonischen Gegebenheiten, die oft Zwänge beinhalten, erkennt und als Herausforderung auch akzeptiert. Die sich hieraus ergebende Notwendigkeit, Kompromisse eingehen zu müssen, darf aber nicht den Anspruch an die künstlerische Qualität in Frage stellen.


Hirmer Verlag München, 2008
384 Seiten mit rund 250 großformatigen Abbildungen
24,5 x 30 cm
Deutsch/Englisch
ISBN-Nr. 978-3-7774-4065-1
Preis € 65,00